Die Idee hinter HatNichtJeder

Wenn DaWanda, eBay und Co. die Flohmärkte des Internets sind, wollen wir die kleine persönliche Boutique sein. Wir setzten auf Klasse statt Masse und bieten nur Produkte von Händlern an, von denen wir überzeugt sind. Wir wollen die Geschichte hinter dem Produkt entdecken.

Boutique statt Flohmarkt

Auf den gängigen Plattformen wird auf Masse gesetzt, der Fokus auf die Handarbeit rückt immer mehr in den Hintergrund. Die Kosten steigen, aber die Sichtbarkeit sinkt, da einfach zu viele Produkte angeboten werden. Daher bieten die Plattformen schon an, Werbung für sich selbst zu schalten, diese Logenplätze und Co. funktionieren aber auch nur, wenn viel Geld investiert wird und bringt langfristig keine Markenbindung. Man verkauft zwar kurzfristig mehr Produkte, wenn man aber nicht mehr wirbt, sinken die Zahlen wieder.

Klasse statt Masse

Wir wollen den Fokus auf die Qualität und das Besondere an den Produkten legen. Wir bieten individuell gestaltete Produktseiten an und helfen dabei, Bilder zu machen und Texte optimal zu schreiben. Wir wollen nicht möglichst viele Shops, sondern jedem Shop helfen, möglichst groß und erfolgreich zu werden.
Das Besondere an unseren Produkten soll die Herstellung und die Qualität sein, nicht der besonders günstige Preis.

Ausgewählte Produkte

Wir wollen pro Kategorie nur eine begrenzte Anzahl an Händlern und Produkten anbieten. Dabei kann es durchaus mehrere Shops geben, die Kleidung nähen, solange jeder einen anderen Fokus hat. So kann ein Shop hauptsächlich Pullover für Frauen herstellen, ein anderer für Männer, ein anderer für Kinder. Damit wollen wir erreichen, dass die Shops zusammenarbeiten können, ohne Angst haben zu müssen, das die Kunden bei Konkurrenten kaufen und es keinen Preiskampf geben kann.

Gemeinsam wachsen

Wir wollen ein produktives Miteinander. Wir bieten als „Boutique“ eine Plattform, über die Händler auch wirklich verkaufen möchten, keinen klassischen Marktplatz. Schaffen wir das, bringt jeder Händler auch Kunden mit, die auch auf andere, nicht in Konkurrenz stehende Produkte hingewiesen werden. Dezent und immer in ausgewählter Qualität haben sowohl Händler als auch Plattformbetreiber ein gemeinsames Interesse an einer guten Zusammenarbeit. So gewinnen alle.

Die Geschichte hinter dem Produkt

Man kauft nicht nur ein Produkt, sondern auch die Geschichte dahinter. Von dem kleinen Shop, der so tolle individuelle Produkte anbietet, der jeden Wunsch des Kunden erfüllt und genau das Produkt liefert, das der Kunde sich wünscht.  Der, der nachfragt, ob der Kunde zufrieden ist und sich wirklich Zeit für jede Frage nimmt.
Wir wollen den Shops bei uns eine Bühne für ihre Kreativität geben und ihnen auch helfen, sich in der Social Media Welt zu präsentieren.

Keine Gebühren, nur eine Verkaufsprovision

Wir haben keine Anmeldegebühr, keine Einstellungsgebühr und keinen monatlichen Beitrag. Es gibt nur eine Verkaufsprovision von 9% auf das Produkt. Damit verdienen wir nur Geld, wenn auch wirklich Produkte verkauft werden.
Dadurch wollen wir unterstreichen, dass es uns um die Verkäufe und nicht um möglichst viele Shops und Produkte geht.

Wenige, aber starke Shops

Durch den Boutique-Gedanken begrenzen wir die Anzahl der Shops und Produkte natürlich extrem. Wir haben schon jetzt vor dem Release Shops abgelehnt, deren Produkte nicht zu uns passten oder die nur Produkte hatten, die schon bei uns vertreten sind.

Das ist zwar für den abgelehnten Shop ärgerlich, aber wir hoffen, das wir dadurch bei „unseren“ Shops mehr Vertrauen gewinnen können und ein wirkliches Miteinander schaffen können.
Außerdem haben wir so mehr Zeit für unsere Shops und können ihnen gezielter helfen.

Unser Traum wäre es, wenn wir am Ende möglichst vielen Shops geholfen haben, aus ihrem Hobby einen profitablen Nebenerwerb oder sogar einen richtigen Vollzeitjob zu machen.

Warum haben wir HatNichtJeder gestartet?

Angefangen hat es mit Fabian und mir (Daniel). Wir arbeiten beide seit über fünf Jahren als Software-Entwickler an den gleichen Projekten und haben seit dem auch immer mal wieder darüber geredet, was eigenes zu starten. Aber trotz einiger Versuche schafften es unsere Ideen bisher aber nie bis zur fertigen Website.

Eine dieser Ideen war es, für Freunde von uns, die handgemachte Produkte aus Holz verkaufen, eine eigene Website mit Shop zu entwickeln. Aus der Idee entstand schnell ein Prototyp – man konnte sich Produkte individualisieren, die Preise wurden angepasst, Emails verschickt und sogar die Zahlung über PayPal funktionierte.

Und dann haben wir uns in den Details verloren. Was kommt in die AGBs? Was ist mit Datenschutz? Wer schreibt die Texte? Wir brauchen neue Bilder! Und wieso muss ich mich als Entwickler mit dem ganzen Kram auseinandersetzen?

Und was passiert nach dem Release? Die Seite kostet jeden Monat Geld, aber wie kommen überhaupt Kunden auf die Seite? Wo kriegen wir neue Banner her, wie pflegt man die ein? Muss jede Textänderung wirklich per E-Mail an uns gesendet werden, damit wir sie dann selber einpflegen?

All diese Probleme führten dazu, dass die Seite nie fertig wurde. Aber das Thema war nie ganz weg und im Laufe der Jahre haben wir immer mal wieder darüber gesprochen.

Wir gründen eine Firma! Und dann?

In 2017 war es dann endlich soweit, dass wir Nägel mit Köpfen gemacht haben. Ich habe meine Arbeitszeit auf 4 Tage/Woche reduziert, Fabian hat sich einige Wochenende freigeschaufelt und wir haben überlegt, was wir eigentlich wollen. Ziel war, in 2017 ein Projekt zu starten und eine Firma zu gründen. Das Projekt sollte etwas sein, was zu unseren Stärken passt, hinter dem wir stehen können und uns schlicht Spaß macht.

An unserem Job macht uns zum einen die Technik Spaß, also das Programmieren selber. Wir sind beide Nerd genug, um riesigen Spaß dabei zu haben, eine neue Technologie zu lernen und einzusetzen oder stundenlang nach einem Fehler zu suchen.

Aber auch der Kontakt mit Kunden kann sehr viel Spaß machen. Allerdings nur dann, wenn man mit Menschen spricht, denen das Projekt auch wirklich wichtig ist. In großen Projekten, vor allem mit vielen verschiedenen Dienstleistern, ist es oft so, dass die Politik wichtiger ist, als der Erfolg des Projektes.
Oder der „Erfolg“ ist so abstrakt, dass man keine wirkliche Begeisterung für das Projekt entwickeln kann. Dass ein neuer Zahlungsanbieter im Laufe von drei Jahren sehr viel Geld einspart und sogar einige neue Funktionen für die Buchhaltung mitbringt, ist zwar toll, aber keine besonders spannende Geschichte.

Dasselbe gilt für die Zusammenarbeit im Projekt. Wenn der Designer auch Spaß an seinem Job hat, stimme ich mich gerne über jeden Pixel ab, wenn er mir aber das Leben schwer macht, wird Design schnell zu einem Hassthema.

Wir wollen also am besten direkt mit den Verantwortlichen arbeiten, in kleinen (Teil-)Projekten und gerne auch mit vielen verschiedenen Menschen in Kontakt treten und sich gegenseitig helfen.

Was hat das alles mit Handgemachtem zu tun?

Im Zuge unserer Überlegungen befassten wir uns auch immer mehr mit Marketing und Social Media. Auch wenn wir beide keine klassischen Nutzer der Plattformen sind, faszinierte es uns, wie leicht man „vom Sofa aus“ mit anderen Menschen in Kontakt treten kann.

Nach einigem Rumprobieren stießen wir auch auf Instagram-Accounts von DaWanda-Shops und anderen Herstellern von Handgemachtem. Dort gab es viele Accounts, die sehr schöne Produkte herstellten und sehr viele Bilder teilten, aber die meisten hatten nicht besonders viele Follower und es schien nicht besonders gut zu laufen. Trotzdem machten die Hersteller weiter, probierten neue Ideen aus und gaben nicht auf.

Und genau diese Einstellung haben wir doch gesucht! Die meisten Hersteller betreiben ihren Shop nebenberuflich, opfern ihre Freizeit und versuchen, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Die Idee, diesen Menschen zu helfen, begeisterte uns sofort.

Vom Shop zur Plattform

Die Idee, für kleine Shops eigene Websites zu entwickeln verwarfen wir schnell, jede Seite müsste selbstständig vermarktet werden und rein technisch ist es deutlich komplizierter, 20 Seiten parallel zu entwickeln als eine große Plattform.

Aber die Idee ist ja nicht neu und mit Etsy, eBay, Amazon Handmade und DaWanda gibt es sehr große und starke Konkurrenz. Doch die Größe dieser Plattformen ist gleichzeitig Fluch und Segen. Durch die Masse an Shops und Produkten entsteht ein Kampf um die Kunden. Man versucht, über den Preis Werbung auf der Plattform und über Rabatte Kunden zu gewinnen, der Hersteller und das Besondere am Produkt rücken aber in den Hintergrund.

Außerdem sind die bestehenden Plattformen sehr starr. Individualisierungen müssen mit dem Kunden direkt abgesprochen werden, die Preise per Hand angepasst werden. Das waren zumindest die Probleme, die wir gesehen haben. Um weiteres Feedback zu sammeln, haben wir Instagram genutzt und mit rund 40 Herstellern gesprochen. Dabei bestätigten viele unsere Annahmen und es kamen einige neue Ideen dazu.

Im Laufe von ein paar Wochen entstand dann das erste Konzept zu hatNichtJeder.